„Willensträger einer Staatsführung“
Der Journalist Werner Lahne und die NS-Tageszeitung „Der Freiheitskampf“
Christoph Hanzig
Schlagworte: Diktaturforschung, Sachsen im Nationalsozialismus, Presse im Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Abstract
Für viele Deutsche waren Regional- und Lokalzeitungen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die wichtigste Nachrichtenquelle, da hier nicht nur Neuigkeiten aus der Welt und Deutschland, sondern auch aus Kreis, Stadt und Gemeinde zu finden waren. Häufig konkurrierten mehrere Zeitungen im selben Verbreitungsgebiet und bereiteten Nachrichten entsprechend ihrer parteipolitischen Tendenz und ihres Zielpublikums auf. In diesen Markt stießen seit Anfang der 1930er-Jahre zunehmend auch nationalsozialistische Zeitungen. In Sachsen war die NSDAP-Gauleitung bemüht, eine eigene Presse aufzubauen, was 1930 mit der Gründung der Tageszeitung „Der Freiheitskampf“ gelang. Doch wer schrieb damals eigentlich für diese regionalen NS-Zeitungen? Welche Qualifikationen besaßen die Autoren und wie kamen sie zur S-Presse? Und inwiefern konnten sie ihre Karrieren nach 1945 fortsetzen? Anhand des langjährigen Politikredakteurs des „Freiheitskampfs“, Werner Lahne, sollen diese Fragen beispielhaft beantwortet werden.
Autor/innen-Biografie
Christoph Hanzig
- seit 01/2023 Referent für Bildungsarbeit der Gedenkstätte Großschweidnitz
- seit 11/2020 Affiliierter Doktorand am HAIT e. V.
- 2008–2014 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Sächsischer Landesgeschichte an der TU Dresden