Nur zu ihrem Besten?

Kindeswohl und Kinderrechte in historischer Perspektive

Agnes Anna Arndt

Schlagworte: Transformationsforschung, Lebensalter und (Für-)Sorge, Kindeswohl, Wohlfahrtsstaat, Kindheitsforschung


Abstract

Der Begriff des „Kindeswohls“ ist ein Leitprinzip der Kinderrechtsentwicklung. Er prägt die Kindheits- und die damit befasste Transformationsforschung. Dennoch fehlte bislang eine historische Darstellung der Begriffsentwicklung und -anwendung. Dieses Forschungsprojekt analysiert die Entstehung des Kindeswohlprinzips im deutschen und globalen Kontext von seinen Ursprüngen im Bürgerlichen Gesetzbuch über das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz bis hin zur heutigen Bedeutung im Achten Sozialgesetzbuch und der UN-Kinderrechtskonvention. Dabei werden die Relevanz und die Ambivalenz dieses unbestimmten Rechtsbegriffs beleuchtet, insbesondere im Spannungsfeld zwischen staatlichem Eingriff, elterlichen Rechten und den kindlichen Ansprüchen auf Autonomie und Beteiligung. Die Forschung kombiniert sozial-, kultur- und rechtsgeschichtliche Perspektiven, um die vielschichtigen Interpretationen des Kindeswohls an verschiedenen historischen Orten zu erforschen. Im Fokus des Projektes ist die international verflochtene, in der folgenden Einführung die bundesrepublikanische Entwicklung.

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Autor/innen-Biografie

Agnes Anna Arndt

• Seit 2024 Leiterin des Forschungsprojektes „Zu ihrem Besten? Kinderrechte, kulturelle Bildung und Demokratieerziehung in Europa“ am HAIT, gefördert mit Mitteln der Sächsischen Forschungsförderung
• 2014–2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin
• Seit 2018 Lehrbeauftragte, von 2006–2012 Promovierende an der Freien Universität Berlin